PolitCamp 2011 am 4 & 5 Juni 2011 in Bonn

Politik und Internet sind nicht mehr voneinander zu trennen: Auch deutsche Politiker haben mittlerweile erkannt, dass sie im weltweiten Netz wichtige Wähler erreichen können. Mittlerweile tummeln sich nicht nur Unternehmen, Webaktivisten und Medienprofis im Netz, sondern auch zahlreiche Politiker sind online höchst aktiv: Aus dem Bundestag wird getwittert, unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel publiziert sogar regelmäßig Podcasts.

Netzpolitische Themen sind keine Randthemen mehr und der Ruf nach Kompetenz in neuen Medien wird immer lauter. Dies zeigt auch die aktuell eingesetzte Enquete-Kommission „Internet und Digitale Gesellschaft“.

Das PolitCamp bringt daher seit 2009 mit wachsendem Erfolg einmal im Jahr Netzgemeinde, Politiker, Webaktivisten, parlamentarische Mitarbeiter, Unternehmen und Jour- nalisten zu aktuellen netzpolitischen Themen an einen Tisch. Im Panel, auf dem Podium, im Workshop, beim Kaffee oder abends beim Grillen: Beim PolitCamp können Kompetenzträger und Interessenten im direkten Gespräch offene Fragen klären, Gemeinsamkeiten entdecken und Ideen und Lösungen entwickeln.

Das Veranstalter-Team rund um den PolitCamp-Gründer Valentin Tomaschek erwartet 2011 bis zu 700 Teilnehmer aus Presse, Blogosphäre, Politik und Web-Gemeinde.

Auch Nachwuchswähler sind eingeladen: Als ganz besonderes Highlight ist geplant, dass einer der Jugendlichen an der großen Podiumsdiskussion auf dem PolitCamp eilnimmt und stellvertretend für die Nachwuchswähler mit diskutiert.

Unternehmen können mit einem Sponsoring Ihre Positionierung in der reichweitenstarken Zielgruppe der gut vernetzten Onliner unterstützen.

Das Besondere: das PolitCamp ist eine „Unkonferenz“: eine interaktive, für jeden Interessierten offene Veranstaltung, bei der die Teilnehmer selbst das Programm, also die Inhalte der einzelnen Sessions (Panels, Workshops und Vorträge), festlegen.

Jeder Teilnehmer ist dazu aufgerufen, selbst eine Session als Präsentation oder Diskussionsrunde vorzuschlagen. Findet seine Idee genügend Anhänger, darf er seine Session später vor seinem interessierten Publikum halten. Darüber hinaus werden einige Podiumsdiskussionen mit prominenter Besetzung vorher fest terminiert.

Die Themen des PolitCamp 2011

Das Thema „Internet“ ist spätestens mit der Bundestagswahl 2009 politisch geworden und gewinnt immer noch an Brisanz. Netzpolitische Fragen rund um Sperren, Kriminalität und Datenschutz sind aktuell wie nie, online und offline finden rege Diskussionen statt: Wie weit darf der Staat in das Netz eingreifen? Wann und wo muss er, wann und wo darf er nicht? Und wer bestimmt die Regeln? Netzgemeinde und Politik sind sich bewusst, dass es auf beiden Seiten Nachholbedarf und Informationslücken gibt und dass nur beide gemeinsam sinnvolle und praktikable Lösungen entwickeln können.

Die konkreten Themen bringen die Teilnehmer selbst mit – mit ihren Sessions bestimmen sie die Inhalte der Konferenz: aktuell, fachkundig, aus der Mitte.

Ob Netzsperren oder Datenschutz – Der konstruktive direkte Dialog auf dem Camp zwischen Politik und netzaffinen Wählern fördert den Austausch von Wissen und Bedürfnissen und trägt dadurch maßgeblich dazu bei, dringenden Antworten und wichtigen Lösungen einen Schritt näher zu kommen.

Ablauf PolitCamp 2011

Am Vormittag des PolitCamps werden die drei bis vier vorher festgelegten Sessions im ehe- maligem Bundestag, dem Wasserwerk, in Bonn abgehalten. Gleichzeitig finden keine weiteren Sessions statt, so dass alle Teilnehmer diese Diskussionsrunden verfolgen können.

Zum Nachmittag findet anschliessend das offen gehaltene netzpolitische BarCamp statt. Vor diesem stellen sich die Sessions-Geber sich und ihre Themen mit wenigen Sätzen in einem „Session-Pitch“ vor. Basierend auf der Anzahl der Interessenten für jede Session wird dann die Raum- und Zeitplanung vorgenommen.

Beim 3. PolitCamp im Jahr 2011 sollen die Themen noch konkreter und nachhaltiger behandelt werden. Das bedeutet, in den Sessions sollen mehr neue Themen als auch bekannte Fragestellungen inhaltlich tiefer behandelt werden können. Außerdem soll jeder Sessionraum einen eigenen Livestream (inkl. Aufzeichnung) erhalten, so dass bei der Vielzahl von gleichzeitig stattfindenden Sessions die Diskussionen später nachvollzogen werden können.
Geplant sind bis zu 45 Sessions. Es sollen bis zu sechs Sessions mit 40 bis maximal 250 Teilnehmern parallel stattfinden können.