About: Valentin Tomaschek

Samstag Abend werden wir uns bei bester Wettervorhersage in der Rheinaue treffen, um über Datenschutz und Post-Privacy zu diskutieren.

Netterweise haben sich zwei unserer Kooperations- / Medienpartner bereit erklärt uns auch in flüssiger Form kräftig zu unterstützen. So werden der vorwärts Verlag und die Kölner Agentur TopicLodge je 500 Euro an Freigetränken für den Abend sponsern.

Sollte das Budgetlimit am Abend erreicht sein, muss jeder seine Getränke wieder selbst zahlen.

Disclosure: Man munkelt, dass die Agentur TopicLodge und sogar der vorwärts Verlag aus eher sozialdemokratischer Richtung kommen, aber natürlich sind auch Teilnehmer jeglicher Parteifarbe herzlich eingeladen.

Die Parteien haben in den vergangenen Jahren im Netz vieles ausprobiert ausprobiert. Die von den Unterstützerzahlen erfolgreichsten Kampagnen der letzten Zeit scheinen jedoch der Netzgemeinde selbst und nicht Parteinetzwerken zu entstammen.

Wir wollen deshalb fragen:

Wie steht es um das Community Management der Parteien? Wo sind sie erfolgreich, wo scheitern sie? Was funktioniert in anderen Ländern und könnte auch hier funktionieren?

Wie ist der Status quo der Partizipation? Welche Kanäle werden genutzt? Welche Bedeutung haben Portale wie z.B. abgeordnetenwatch.de in Zeiten von facebook, twitter & Co?

Will die Masse der Bürger wirklich mitarbeiten, oder ist der beteiligungswillige, politisch interessiere Bürger eher ein Mythos?

Darüber diskutieren: Tobias Nehren (SPD Parteivorstand), Andreas Jungherr (Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Universität Bamberg), Jürgen Ertelt, (jugendonline.info) und Julius van de Laar (Kampagnenberater)

Abstract: Die heutige virtuelle Anonymität ist unerträglich. Täglich verkündigen die Sozialen Netzwerke die Unauffindbarkeit der eigenen Identität durch „Freunde“, sollte der Nutzer auf die alberne Idee kommen ein Pseudonym zu verwenden. Die zeitlich unbegrenzte Individualisierbarkeit des eigenen Klarnamens ist entweder nicht möglich oder nicht gewollt. So können Nutzer mit Bedenken gegenüber der Preisgabe ihrer Geoposition durch Belohnungssysteme umerzogen werden. Dabei ist Anonymität individuell, vielschichtig und vor allem variabel. Soll die Anonymität staatlich stärker reguliert werden oder können mögliche Lösungen wie privacy by default oder der Ninja-Modus die Unerträglichkeit beseitigen?

Hintergrund: Fortsetzung einer philosophischen Seminararbeit bei dem interdisziplinären Kurs „Philosophie und Medientechnik“, sowie der Vorträge „Die Unerträglichkeit der virtuellen Anonymität“ vom Barcamp Ems und „Geotracking als Risiko für Jugendliche?“ vom JMStVCamp.

Links:
www.philotec.de Homepage des Projektes an der Fachhochschule
@Ertraeglichkeit bei Twitter

Vadim Neklyudov

Die Bekanntgabe auf der diesjährigen republica von der Gründung der Digitalen Gesellschaft hat eine heisse Diskussion losgetreten. Nicht nur wer und wie künftig für die Netz-Community sprechen soll, sondern auch ob es überhaupt eine Interessenvertretung braucht.

Dies nehmen wir zum Anlass eine kleine KickOff Diskussion einen knappen Monat vor dem diesjährigen PolitCamp zu veranstalten.

Mit dabei sind:

- Geraldine de Bastion, Digitale Gesellschaft

- Peter Tauber, MdB & Mitglied der Enquete für Internet und digitale Gesellschaft

- Alvar Freude, AK Zensur

- Hannah Seiffert, eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V.

Montag, 9. Mai 2011
um 19 Uhr im BASE_camp, Unter den Linden 10

Auch beim PolitCamp2011 kümmern wir uns um ein nettes Abendprogramm. Hierfür steht uns der Biergarten der Rheinaue zur Verfügung. Dort gibt es leckeres Grillgut und Getränke. zusätzlich gibt es noch eine kleine Diskussionsrunde:

Was bedeutet heutzutage eigentlich noch Datenschutz und vor allem: Ist Datenschutz ein Auslaufmodell?

Constanze Kurz (Sprecherin Chaos Computer Club) und Julia Schramm (datenschutzkritische Spackeria) diskutieren dies am Samstag Abend beim Ausklang des ersten Abend vom PolitCamp 2011. In der Rheinaue werden wir beim Grill & Bier darüber sprechen, ob der Kontrollverlust über unsere privaten Daten schon längst vorhanden ist und ob diese Entwicklung überhaupt noch umkehrbar ist. Wenn überhaupt gewünscht?

Ab 19.30 Uhr in der Rheinaue.


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Der kanadische Podcaster Jesse Brown sagte einfach nur “There is a new crew in town”, als er über Telecomix sprach. Die Gruppe hat während der der Tage, in denen in Ägypten das Internet abgeschaltet war, Modemeinwahlpunkte auf der ganzen Welt angeboten und betrieben. Auch die lybische Bevölkerung kam in den Genuss dieser Einwahlknoten, bis die Einwahlnummern gesperrt wurden. Doch da ist noch viel mehr – Telecomix Mitglieder auf der ganzen Welt stehen bereit, um gegen Zensur und antidemokratische Regimes zu arbeiten. Politische Statements werden mit legalen Mitteln transportiert um zu zeigen: Es funktioniert! Doch wie kann eine dezentrale Gruppe funktionieren und sich koordinieren? Welche Motive stehen dahinter, nicht nur politische Standpunkte zu erarbeiten, sondern diese auch direkt umzusetzen, die nicht nur Zeichen setzen, sondern auch Betroffenen ganz konkret helfen? Am Beispiel der Modemverbindungen für Ägypten und Lybien wird Stephan Urbach die Funktionsweise und Arbeitsart des dezentralen Clusters anschaulich erklären.

Vorschlag von: Stephan Urbach, Webseite

Erstmals werden wir die vorher festgelegten Sessions vom netzpolitischen BarCamp komplett trennen. Vormittags finden nun im Wasserwerk die festgelegten Diskussionsrunden statt. Gleichzeitig laufen keine weitere Sessions.

Ab dem Mittag findet dann in den Räumen der Deutschen Welle das netzpolitische BarCamp statt. Bis zu sechs Sessions gleichzeitig. Aber keine dieser wurde vorher festgelegt, sondern erst in der Sessionplanung definiert.